Patienten mit Septumdeviation

(Nasenscheidewandverkrümmung) – eventuell auch

mit Nasenmuschelhyperplasie

(Nasenmuschelvergrößerung) – und chronischer Nasenatmungsbehinderung

Septumplastik – Conchotomie

Gewöhnlich strömt die Atemluft in einer nahezu gleichmäßigen Bewegung beim Einatmen durch Nase, Rachen und Kehlkopf in Luftröhre und Bronchien. Bei einer erheblichen Verbiegung der Nasenscheidewand (Septumdeviation) ist dieser Strom der Atemluft durch die Nase gestört. Wirbel – sogenannte Turbulenzen – entstehen, die den Atemwiderstand erhöhen. Daher besteht das Gefühl, dass die Nase nicht frei durchgängig ist. Das Ausmaß der Atembehinderung ist durch eine Rhinomanometrie – Messverfahren zur Bestimmung des Luftwiderstandes beim Atmen durch die Nase – objektivierbar.

Darüber hinaus kann die Nasenschleimhaut empfindlicher auf physikalische Reize reagieren und gleichermaßen wie bei einer Schleimhautallergie anschwellen. Die Schleimhautschwellung verursacht eine Vergrößerung der Nasenmuscheln (Nasenmuschelhyperplasie) an den seitlichen Wänden der Nasenhaupthöhlen, wodurch die Nasenatmung zusätzlich beeinträchtigt wird.

Eine starke Verbiegung der Nasenscheidewand lässt sich durch eine plastische Operation, die sogenannte Septumplastik, beseitigen. Hierbei werden Knorpel- und Knochenhaut einseitig von der Scheidewand von einem äußerlich nicht sichtbaren Schnitt aus abpräpariert. An Knorpel und Knochen kann mit feinsten Instrumenten gearbeitet werden. Durch Einschnitte in den Knorpel, zum Teil durch Entnahme von ca. 1 mm breiten Knorpelstreifen, wird die Spannung aus der knorpeligen Scheidewand genommen. Verbogener Knochen der Scheidewand im hinteren Anteil wird in Narkose in die Mitte eingestellt.

Meist wird die untere Nasenmuschel etwas verschmälert (Conchotomie). Nach sorgfältiger Blutstillung wird die Scheidewand mit weichen Kunststoffscheiben für einige Tage geschient und zusätzlich für 1–2 Tage eine weiche Schaumstofftamponade eingebracht, die mit einem Gummifingerling überzogen ist.

Eine postoperative Schwellung wird mit einem Ananasextrakt, gelegentlich auch mit einer Cortison-Injektion behandelt. Gewöhnlich treten in den ersten Tagen nach der Operation – wenn überhaupt – nur leichte Schmerzen auf, die gut mit Schmerzmitteln beherrscht werden können. Die Entfernung der Tamponaden ist für einen Moment unangenehm, in der Regel jedoch nahezu schmerzfrei.

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HNO-Praxis in Berlin-Charlottenburg Septumplastik