Vergrößerte Rachenmandel und/oder
Mittelohrerguss – evtl. mit
Mittelohrschwerhörigkeit – bei Kindern

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Adenotomie – Parazentese – Paukenröhrchen

Eine erheblich vergrößerte Rachenmandel („Wucherungen“/„Polypen“ bei Kindern) führt vielfach zu Störungen an Nase und Ohren. Dazu zählt eine mehr oder weniger stetig behinderte Nasenatmung mit Mundatmung – besonders im Liegen, also im Schlaf. Hierdurch kann die Nase ihre Aufgaben, die Atemluft zu reinigen, anzufeuchten und anzuwärmen, nicht mehr erfüllen. Häufige Infekte im Bereich der oberen Luftwege sind die Folge. Die Ursache von Schnarchen in weitgehend infektfreien Zeiten ist im Kindesalter meist eine vergrößerte Rachenmandel. Bisweilen spielen dabei auch vergrößerte Gaumenmandeln eine Rolle. Darüber hinaus ist der Schlaf weniger erholsam, da die Traumphasen seltener und kürzer sind.

Bei einem Teil der Kinder mit vergrößerter Rachenmandel ist zudem die Funktion der Ohrtrompete (Eustachischen Röhre) beeinträchtigt, deren Eingang sich in unmittelbarer Nähe der Rachenmandel befindet. Dadurch entsteht ein Unterdruck im Mittelohr und oft auch ein Mittelohrerguss, der mit einer konservativen Behandlung, z. B. mit Nasentropfen oder Antibiotika, nicht immer beseitigt werden kann. Häufig kommt es dann zu wiederholt auftretenden Mittelohrentzündungen, bisweilen mit bleibenden Schädigungen. Ein Mittelohrerguss verursacht des Weiteren in der Regel eine Hörstörung, öfter eine Schwerhörigkeit. Diese verzögert meist die Sprachentwicklung, falls sie längere Zeit anhält.

Bei länger bestehender Nasenatmungsbehinderung und/oder länger andauernder Mittelohrbelüftungsstörung trotz konservativer Therapie ist eine Adenotomie (Entfernung der vergrößerten Rachenmandel) angezeigt – eventuell mit Parazentese (winziger, unter dem Operationsmikroskop vorgenommener Einschnitt in das Trommelfell) und gegebenenfalls mit dem Einsetzen von Paukenröhrchen. Der Eingriff durch Professor Günther Mulch erfolgt im Kindesalter in Allgemeinnarkose. Die Anästhesie wird von einem in Kindernarkosen besonders erfahrenen Narkosearzt, Dr. med. Daniel Auer, durchgeführt. Die Funktion der Antikörperbildung – eine der wesentlichen Aufgaben der Rachenmandel – wird problemlos von lymphatischem Gewebe an anderer Stelle (Gaumen- und Zungengrundmandeln, Seitenstränge) übernommen.